Montag, 7. April 2008

LIGHTCRAFT

Neue Fluggeräte mit Mikrowellen-Antrieb könnte Luft und Raumfahrt revolutionieren. Lightcrafts eröffnen eine radikale Abkehr vom Prinzip der chemischen Raketen und deren ökologischen Problemen für einen möglichen regelmäßigen transatmosphärischen und orbitalen Transport von Menschen und Lasten. Die Zukunft des Transportwesens könnte in Mikrowellen-Highways liegen.


Die Mikrowellen werden von einem flächendeckenden Netz aus Orbital-Solar-Power -Stationen abgestrahlt. Die Weltumspannende Flugführung von Lightcrafts könnte so wie das heutige GPS funktionieren. Die Lightcraft,sagt Leik Myrabo, schneiden sich ihren Weg durch die Luft mit purer Energie, mit vielfacher Schallgeschwindigkeit. Für den Überschallflug ersann Myrabo einen besonderen Trick: Einen Antenne fokussiert die Mikrowellen in einem Brennpunkt oberhalb der Scheibe. Dort entsteht ein Plasma, das einen kegelförmigen Luftstachel erzeugt. Er vermindert die Luftreibung und verhindert, daß eine Überschall-Schockwelle und damit der Überschallknall entsteht. Eine mit 25 facher Schallgeschwindigkeit dahinrasende Scheibe erfährt nur soviel Reibung wie bei Mach 3. Eine zweite Antenne erzeugt ein Plasma am Rand der Scheibe. Es dient zur Lageregelung wie zum Antrieb. Das ganze Fluggerät, sagt Erfinder Myrabo, wird somit zum Triebwerk. Weil es keinen Treibstoff mitführt, wiegt es bei 10 Metern Durchmesser – gefertigt aus hitzebeständigem Siliziumcarbid – gerade 630 Kilogramm. Es beschleunigt in zehn Sekunden von Mach 1 auf Mach 25. Als Höchstgeschwindigkeit errechnete Myrabo 22 Kilometer pro Sekunde. Mit Lightcrafts - Transportsystemen könnten Personen in 45 Minuten von New York nach Australien befördert werden. Lightcrafts  können sich vielleicht sogar zu einem der wichtigsten Verkehrsmittel entwickeln.